Autor Archiv: Angelika

Noch nicht ganz trocken – letzte Arbeiten

In diesem Jahr ist ein Bild realisiert worden, das ich schon lange im Kopf hatte. Angeregt wurde ich dazu von Wolfgang Mattheuers Jahrhundertschritt. Immerhin leben wir inzwischen in einem  neuen Jahrhundert, und zu den alten Problemen sind neue gekommen.

Fortschritt

Daneben entstanden einige Arbeiten mit Motiven aus unserem neuen Sommerdomizil Angelroda. Auch unsere Zirkelfahrt hatte diesen interessanten Ort zum Ziel. Dort habe ich mich vor allem in der schwierigen Aquarelltechnik versucht.

Für meine Ausstellung im Januar entstanden zwei Erdbilder und einige Bilder in der bei Roger Bonard erlernten Technik.

Hier sind noch einige Ergebnisse vom Aktzeichnen im Winter.

Landschaft

Landschaften sind seit jeher und in vielen Kulturen ein Thema für Maler. Schon aus dem 5. Jhd.v.Chr. sind Landschaftsdarstellungen der griechischen und römischen Kunst erhalten. Noch heute ist die Landschaft in vielfältigen Techniken und Darstellungsweisen ein beliebtes Motiv. Auch ich möchte Stimmungen und Eindrücke festhalten, die mich an Reisen, Spaziergänge oder besondere Erlebnisse erinnern sollen.

Besondere Stimmungen in der Natur regen zum Malen an.

Reiseeindrücke können nicht immer vor Ort festgehalten werden, Fotos unterstützen das Gedächtnis.

Stillleben

Stillleben sind in der Gegenwartskunst ein zu Unrecht wenig beachtetes Sujet. Es bietet vielfache Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten. Für einige Motive habe ich spontan nach einem köstlichen Mahl das Mal-zeug ausgepackt.

ganz schön abstrakt

Das ist das Terrain, wo ich Techniken, Komposition und Farbwirkungen ausprobiere.
Dabei entstehen nicht immer Blätter, die man als Bilder gelten lassen kann.
Die Ergebnisse sind hier weniger gelenkt als bei den anderen Genres, Zufälle sind erwünscht, müssen erkannt und zugelassen werden.

Eine besondere Gruppe sind die „Erdarbeiten“. Das sind halbplastische Bilder, die ausschließlich aus Erden entstanden, die ich auf einer Reise durch Spanien gesammelt habe. Die Farbpalette ist dadurch begrenzt, aber dennoch erstaunlich reich.

Und ein paar Experimente müssen auch sein.

Druckgrafik / Neujahrsgrüße

Eine besondere Gruppe meiner Drucke bilden die Neujahrsgrüße. Sie sind die einzigen Produkte, die auch in der Zeit, in der ich mich nicht künstlerisch betätigte, jedes Jahr entstanden sind. Es sind Linol- oder Holzschnitte in Postkartengröße. Sie wurden in bemerkenswerter Anzahl jeweils Anfang Dezember in der Küche gedruckt und an Familie, Freunde, Bekannte und ehemalige Kommilitonen versandt.

Druckgrafik / Holzschnitt und Linolschnitt

Holzschnitte sind Hochdrucke wie Stempel. Man kann sie mit Hilfe einer Presse oder per Hand abdrucken. Da man die Druckstöcke wiederholt und in unterschiedlicher Weise drucken kann, gibt es von vielen Motiven Abwandlungen. Einige habe ich in die Sammlung aufgenommen.

Den Holzschnitten und Radierungen liegen Skizzen zugrunde, die im Sommer vor der Natur gemacht und im Winter zu Drucken verarbeitet wurden.

In letzter Zeit habe ich mich mal wieder dem Linolschnitt zugewandt, nachdem ich geeignetes Material gefunden habe. Das eine Motiv ist der Neujahrsgruß für 2017 geworden. Das zweite Motiv, das Gisperslebener Wehr, ist Opfer der Neugestaltung des Geralaufs geworden.

Druckgrafik / Radierung

Radierungen sind Tiefdrucke, für deren Druck besondere Pressen nötig sind. Bisher habe ich nur Kaltnadelradierungen gemacht, das heißt, das Motiv in eine Kupfer-, Zink- oder Plastikfläche eingeritzt. Zum Drucken wird die Druckfarbe in die geritzten Linien eingerieben. Damit sind die Möglichkeiten des Tiefdrucks jedoch bei Weitem nicht ausgeschöpft.

Zu einer Radierung hat meine Freundin ( www.ursulakrieger.de ) sogar ein Gedicht geschrieben.

Das sind 4 Erfurter Kirchen. Sie sind im Rahmen einer Kirchen-Serie im Zirkel entstanden.

Menschenbilder

Die Darstellung des Menschen hat sich im Verlauf der Geschichte noch mehr verändert als die aller anderen Motive. Religionen wie das Judentum und der Islam verbieten die Darstellung Gottes und vernachlässigen damit auch das Menschenbild. Frühe Darstellungen von Heiligen und Mythengestalten ließen Individualität vermissen. Selbst nachdem römische Skulpturen schon bewundernswerte Ausdrucksstärke zeigten, schien diese Fähigkeit wieder verloren zu gehen. Erst relativ spät in der Kunstgeschichte zeigen Bildnisse von Menschen individuelle, unverwechselbare Profile und Gefühle, wie Trauer und Freude. Mit dem Wandel der Stile und Perioden wurde verformt, geschönt, symbolisiert, heroisiert und karikiert.
Ich glaube, der Mensch ist bis heute für die Kunst das am schwersten Darzustellende. Ich habe es dennoch probiert und versuche es weiter.

Frauen zuerst,

dann die Kinder.

Lea und Mia sind zwei von den Kindern, die da mit Hilfe des Trampolins das Fliegen lernen.

Die 3 Bilder orientieren sich an historischen Madonnendarstellungen.

Aus Beobachtungen und Skizzen im Freien wurden im Winter Bilder.

Aber manchmal muss man sich auch mit sich selbst beschäftigen.

Das Selbstbildnis ist die schwerste Aufgabe für den Maler. Ich versuche es immer wieder und könnte die Reihe der Selbstversuche noch lange fortsetzen. Aber ich will ja nicht langweilen.

Aktstudien

Darstellungen unbekleideter menschlicher Körper findet man von der Frühzeit bis in die zeitgenössische Kunst. Man versteht darunter jede Form der nicht-pornographischen, künstlerischen Darstellung eines unbekleideten menschlichen Körpers zum Zwecke der Erforschung von Perspektiven, Proportionen und des Muskelspiels.
Ich habe seit einigen Jahren Gelegenheit zu solchen Erforschungen, indem ich mich im Winter einem Kurs für Aktstudien anschließe.Bei den vielen entstandenen Arbeiten fällt mir die Auswahl sehr schwer. Dazu kommt, dass diese Studien schwer zu fotografieren sind. Trotzdem sollen einige gezeigt werden.

Während die Studien nach meiner Ansicht schon vorzeigbar sind, habe ich noch nicht den Mut gefunden, die Studien auch in einem gemalten Bild zu verwerten.

Blumen

Blumen – ein Frauenthema? Blumen sind Nahrung für Herz und Seele. Ich liebe Blumen und versuche, ihren spezifischen Charakter im Bild festhalten.

Naturstudien

Naturstudien sind eines meiner Lieblingsthemen. Hier kann ich meinem Drang nach Genauigkeit nachgeben. Dabei entstehen nicht immer fertige Bilder.

Eigentlich sind in vielen anderen Bildern Naturstudien enthalten.

Musik gemalt

Die Bilder dieses Beitrages entstanden in drei Projekten, die sich speziell damit beschäftigten, Musik in Farbe und Form umzusetzen. Die Ergebnisse sind ihrer Subjektivität wegen sicher nicht in jedem Fall nachzuempfinden, denn bei jedem Menschen stellen sich beim Hören eines Musikstücks andere Empfindungen ein.

Skulpturen

Die Skulpturen sind Sommerprodukte aus Holz, das auf unserem Grundstück angefallen ist. Mit einfachen Werkzeugen habe ich herausgearbeitet, was ich in den Stücken zu sehen vermeinte.

Aus einer umgestürzten Weide entstand ein ganzes Dorf.

Die Fichte in unserem neuen Sommerdomizil Angelroda musste fallen, wurde aber in ihrem zweiten Leben zur Wächterin des Gartens.